Ein Ort der Ruhe und Vergangenheit

Großflächig und klein, mit Bäumen und Gras, bunten Blumen und ganz verschiedenen Grabsteinen erscheint er: der Friedhof. Er ist nicht nur ein Ort für Bestattungen, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der Trauerkultur.

  • Foto: Stadt Erlangen
  • Foto: www.pixelio.de, Peter Franz

Der Friedhof ist auch ein Platz der Ruhe und der Erinnerung, den viele Menschen schätzen, ein Raum des Aufeinandertreffens: von Gefühlen, von Trauernden, die sich gegenseitig unterstützen können, und von Verständnis. Tod und Leben stehen hier nah beieinander.

Wie man bestattet werden möchte – damit haben sich manche schon vor ihrem Tod auseinandergesetzt, bei anderen müssen die Hinterbliebenen entscheiden. Feuerbestattung oder Erdbestattung – diese Entscheidung muss entweder vor oder nach dem Tod getroffen werden. Die Möglichkeit, ein Grab zu besuchen, spendet oftmals Trost. Die Pflege des Grabes und eine schöne Gestaltung können für Hinterbliebene tröstend wirken.

Friedhöfe sind Plätze, an denen Trauer Raum findet und die umgebende Natur durchaus ermutigend und positiv wahrgenommen werden kann: die kleinen Tiere, die verschiedenen Blumen und Pflanzen – und das zu jeder Jahreszeit. Damit zeichnet sich der Friedhof als Rückzugsort aus, bei dem Erinnerung, Gedenken und Ruhe im Vordergrund stehen.

Die zehn Erlanger Friedhöfe sind genau das: Erinnerungsorte und Kulturstätten, Orte der Begegnung und der Stille. Mit der Streuung im gesamten Stadtbereich und den unterschiedlichen Gestaltungen sind sie ein wichtiger Bestandteil der Trauerkultur Erlangens. Um das Erscheinungsbild der über 20 Hektar kümmern sich die Mitarbeiter der Abteilung Friedhofswesen des Erlanger Standesamtes. Daneben ist es aber auch die Gestaltung der Gräber, die den jeweiligen Begräbnisplatz individualisiert und ihm einen persönlichen Charakter verleiht.

Die unterschiedlichen Grabarten, die jeder Friedhof bereitstellt, können individuell gewählt und gestaltet werden. Dabei können sie sich ganz natürlich ihrem Umfeld anpassen, wie beispielsweise die Baumbestattungen. Allen gemein ist die Möglichkeit des Gedenkens. Familiengräber werden im Laufe der Zeit von einigen Menschen besucht: Verwandten, Freunden, Arbeitskollegen, aber auch von Bekannten und Nachbarn. So wird lange Zeit die Erinnerung an einen liebgewonnenen Menschen lebendig gehalten.

Auch wenn die Friedhöfe in der Regel außerhalb des Stadtzentrums liegen, gehören sie zum Alltag und bieten eine Erinnerungskultur. Die Plätze werden ins Leben integriert und gehören zum Lauf des Lebens dazu.