Liebe Trauernde, sehr verehrte Damen und Herren,

„Nichts ist gewisser als der Tod, nichts ist ungewisser als seine Stunde“, dieser Satz des Theologen Anselm von Canterbury aus dem Mittelalter hat nichts an Aktualität eingebüßt.

Foto: Stadt Erlangen

Wohl jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens mit dem Verlust eines geliebten und nahestehenden Menschen konfrontiert. Dann gilt es, nicht nur mit der Trauer umzugehen, sondern auch wichtige Dinge zu organisieren und Formalitäten zu klären. Betroffene stehen plötzlich vielen Fragen gegenüber: Was ist genau zu tun? Welche Schritte müssen eingeleitet werden, um den Wunsch der Verstorbenen umzusetzen? Auf welchem Friedhof soll der Angehörige bestattet werden.

Friedhöfe nehmen in der Trauerbewältigung einen besonderen Stellenwert ein. Sie sind nicht nur Grabstätten, sondern auch Orte der Erinnerung und des Andenkens, wichtige Kulturstätten, und sie bieten mit ihren Grünanlagen Raum für die Begegnung mit anderen Trauernden. Diesen besonderen Stellenwert, den Friedhöfe damit in unserer Gesellschaft einnehmen, gilt es, wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken.

Auf den zehn Erlanger Friedhöfen gibt es verschiedene Möglichkeiten der Bestattung und Beisetzung. Die einzelnen Begräbnisstätten stehen unterschiedlichen religiösen Überzeugungen offen, einzelne Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Religion trifft hier auf Kunstgeschichte, Vergangenes auf Gegenwärtiges, Leid auf Hoffnung.

Ich hoffe sehr, dass Sie in dieser besonderen Situation Menschen um sich haben, die Sie begleiten, und dass diese Broschüre Ihnen wegweisend Ansprechpartner vermitteln kann.

Ihr

Dr. Florian Janik